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ich muss lei­der noch­mal an ei­nem teil mei­nes pu­bli­kums vor­bei­schrei­ben. das AT­mo­sphe­re-rab­bit­ho­le, in dem ich ge­ra­de ste­cke fas­zi­niert mich ge­ra­de zu sehr, um das nicht auf­zu­schrei­ben.
man sagt ja: wenn man ei­nen ham­mer in der hand hat, sieht man über­all nä­gel. ich sehe im mo­ment über­all das AT-pro­to­koll und die for­ma­te, bzw. le­xi­ka die da­hin­ter­ste­cken. mich fra­gen leu­te was der vor­teil des stan­dard.site-for­mats ge­gen­über RSS sei. der ver­gleich geht ein biss­chen an der sa­che vor­bei. die fra­ge ist ein­fach: was sind die sa­chen die man mit ei­nem pro­to­koll ma­chen kann, was sind die po­ten­zia­le?
be­reits 2002/2003, noch be­vor es word­press gab, hat­te ich auf wir­res.net be­reits RSS (mit voll­tex­ten) ein­ge­baut. weil ich po­ten­zi­al, an­wen­dungs­fäl­le da­für sah — und weil es an­wen­dungs­fäl­le gab. ich weiss nicht ob ich es da­mals schon nutz­te, aber net­news­wire, also ei­nen tol­len RSS-rea­der, gabs seit 2002. 99,99% al­ler men­schen in­ter­es­sier­ten sich da­mals nicht für RSS (und blogs), aber die die es nutz­ten fan­den es gross­ar­tig, weil es gross­ar­tig und prak­tisch war.
mike mas­nik er­in­nert sich an das in­ter­net von da­mals, dass es an­geb­lich nicht mehr gibt und von platt­for­men und apps zer­fres­sen und zer­fa­sert wur­de. al­ler­dings mit dem twist, dass das ei­ner­seits nicht stimmt, das alte in­ter­net ist noch da, und es keimt un­ter dem platt­form-be­ton ge­ra­de wie­der auf.
techdirt.com: Beneath The Enshittification, Something Amazing Is Growing
mike masnick:
But, as Godier’s piece notes, protocols are… boring. They change slowly (for a good reason, because you need stability to build on). They tend to change by consensus, which is messy. And rather than having billion dollar companies throwing a whole massive en­gi­nee­ring team at making ever­y­thing work, in the protocol world, we rely on constant ex­pe­ri­men­ta­ti­on by anyone who wants to ex­pe­ri­ment.
tim trautmann:
The open web of the nineties didn’t win because the tools were better. It won because a critical mass of people decided that the al­ter­na­ti­ve, a handful of AOL-style walled gardens choosing what everyone saw, was not the future they wanted. Then they built their way out of it. Slowly, un­g­lamo­rous­ly, in rooms that looked a lot like this one.
Whether atproto ends up being the thing, or a stepping stone to the thing, I don’t know. Nobody in the room claimed to know. But the work is real, the apps are shipping, and the people building them are taking it seriously without taking them­sel­ves seriously. That com­bi­na­ti­on is rare, and his­to­ri­cal­ly, it’s the one that wins.
das ent­sch­ei­den­de und span­nen­de, da­mals wie heu­te, sind nicht die gros­sen vi­sio­nen, die mas­sen­wirk­sa­men apps und platt­for­men, son­dern die greif­ba­re­ren, jetzt nutz­ba­ren werk­zeu­ge die ge­nutzt, ernst­haft wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den und funk­tio­nie­ren. die ar­beit im ma­schi­nen­raum ist real. nicht mei­ne, son­dern die von tau­sen­den fri­ckeln­den men­schen, auf de­ren schul­tern man sich stel­len kann und ihre werk­zeu­ge mit­be­nut­zen kann.
ges­tern habe ich eine lis­te von ein paar apps die auf dem AT-pro­to­koll auf­set­zen ver­öf­fent­licht die funk­tio­nie­ren und mit de­nen man span­nen­e­de sa­chen ma­chen kann.
bei sill mel­det man sich mit sei­nen blues­ky- (oder be­lie­bi­gen an­de­ren AT­pro­to-) log­in an und be­kommt ohne wei­te­res zu­tun eine von sei­nen blues­ky- (oder mast­o­don-) kon­tak­ten ku­ra­tier­te und...